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 (Das sind meine ganz persönlichen Gedanken zum Thema Angeln)

DgzRS: Die Notruf Nummer 124 124 funktioniert weltweit ohne Vorwahl. Ich spende jedes Jahr 20€ in ein Sparschiffchen des DGzRS. In einem See-Notfall hat man immer einen Mitarbeiter der DGzRS aus Deutschland am Telefon. Dieser Mitarbeiter würde dann den Einsatz in z.B. Norwegen koordinieren. Das schaltet Sprachbarrieren aus und die Rettung erfolgt zügig und ohne Sprachfehler.


Gewichtsangabe in Pfund:
Die Gewichtseinheit Pfund gibt es offiziell nicht mehr in Deutschland.
1 Kilogramm =1.000 Gramm
Dadurch werden die Fische nicht grösser. Pfundangaben finde ich total bescheuert und mittlerweile überflüssig.


Rutenaktion/Wurfgewicht gesprochen in Lipps, oder Lipz...Lips:
Total falsch. Es bezieht sich auf das englische Pfund/english pound.
1 pound = ca. 456 Gramm
Es wird pound ausgesprochen, so wie man es schreibt!
Die Angabe pound auf einer Angelrute gibt (eigentlich) an, bei welchem Gewicht die Rute einen 90° Halbkreis macht. Das Wurfgewicht kann hier sehr stark variieren, ebenso die Rutenaktion. Fast jede Rute kommt aus Ping-Pong (China). Da sind halt Toleranzen und Pfusch inbegriffen.


10 bzw 20 Kilo Regelung in Norwegen:
Leider notwendig und die Strafe erscheint mir manchmal noch zu gering!
Ich fände es ganz persönlich schöner, das Fischgewicht pro Person an der Dauer des Norwegenangelurlaub festzumachen. 10 kg Fisch pro Woche/Person, dann aber keine Trophäe. Jede angefangene Woche zählt. Die Buchungsbestätigung sollte hier zählen, mit Namen der Reisenden. Das wird aber wohl immer eine Traumregelung von mir bleiben.

Seit 2018 dürfen generell 10 kg Fisch aus Norwegen ausgeführt werden. Sollte das Angelcamp, der Vermieter in Norwegen jedoch beim norwegischen Fischereiministerum zertifiziert sein, dürfen 20 kg pro Person ausgeführt werden.


Floatinganzüge und Automatikschwimmwesten auf dem offenen Atlantic!
Immer, ich bin auch für meinen Sohn ein Vorbild, auch für Deinen!
Im Sommer in Südnorwegen kann es schon sehr heiss werden, da hat eigentlich kein Mensch einen Floater an. Bei Kindern sollte dann aber doch schon die Schwimmweste anliegen. Das ist das Minimum an Sicherheit. Ich trage auch in der warmen Jahreszeit eine Schwimmweste, denn Papa ist auch ein Vorbild für den Sohn. Meine Frau liebt mich ausserdem und Sie soll mich auch nach dem Urlaub wieder in den Arm nehmen können.


Norwegisch oder Englisch in Norwegen sprechen?
Eigentlich egal, bloss nicht mit dem deutsch zuerst daher kommen!
Ich bin dort zu Gast und muss mich fügen und anpassen.


Bootsführer (oder auch Chef an Bord):
Wenn ich der Bootsführer bin, fahre ich nicht mit Trinkern, Besoffenen oder anderen Wahnsinnigen in einem Boot. Die Schwimmweste ist Pflicht, sowie alle Notruf Nummern im Handy. Ich trage die Verantwortung und muss mich vor dem Gesetz als Bootsführer zuerst verantworten! Da gibt es für mich gar keinen Diskussionsspielraum.


Angelscheine für die deutsche Ostseeküste:
Was da vom Vater Staat geboten wird ist eine Völkerfeindlichkeit in meinen Augen.
Fahre ich von Lübeck/Travemünde nach links, in den goldenen Westen, brauche ich den Fischereischein Schleswig-Holstein mit gültiger Jahresmarke (10€). Dafür kann ich so viele Ruten benutzen wie ich es für richtig halte.
Obwohl für das Schleppangeln/Trolling auch 5 Ruten pro Person ausreichend wären.

Möchte ich aber in den östlichen Teil der wiedervereinigten Republik, von Travemünde, zum Angeln abbiegen, brauche ich wieder die Jahresangelerlaubnis Fischerei M-V. (ab 2014 sind es hier 30€)
Hier sind nur 3 fangfertig montierte Ruten pro Angler erlaubt. Unsere treuen Gesetzeshüter in den neuen Bundesländern verstehen bei Verstössen in dieser Kategorie überhaupt keinen Spass, versprochen!

Wir sind das Volk. Ja, aber auch irgendwie 2 Völker, zumindest auf dem Angelschein.


Fischerei in der Ostsee:
Ich befürworte absolut die Abschaffung der Nebenerwerbsfischerei.
Für mich sind das Quotenräuber und Arbeitsplatzvernichter.
Der ehrliche, hauptberufliche Berufsfischer soll seinem Job nachgehen können und seine Quote abfischen.
Ich habe gar nichts gegen Berufsfischer, denn diesen Beruf gab es schon im alten Testament. Da war von Sportanglern nie die Rede.
Die Nebenerwerbsfischerei hat in meinen Augen gar keine Daseinsberechtigung. Das ist alles nur Verwaltungsaufwand von der behördlichen Seite her gesehen.


Mindestmaße:
- Dorsch Mindestmaß: Ein Dorsch produziert erst mit höherem Lebensalter eine grössere Menge Laich von guter Qualität. Da sind die 38 cm Mindestmaß ein Witz.
55 cm Mindestmaß und Höchstmaß 70 cm für den Ostseedorsch wären mein Traum, natürlich immer steigerungsfähig.
-Heilbutt Mindestmaß: Ein Milchner ist erst bei einer Länge von ca. 110 cm das erste mal geschlechtsreif. Ein Rogner sogar erst bei 130-140 cm.
Da erscheint mir das Mindestmaß von (vorher 60 cm) 80 cm irgendwie überflüssig.
Wie soll ich aber auch als ungeübter Heilbuttangler einen Fisch von über 50 kg wieder zurücksetzen? Das scheint mir nicht ganz ungefährlich/sinnvoll zu sein.


Künstliche Riffs in der Nord & Ostsee und Ganzjahres-Schongebiete:
Diese Idee kreist schon länger in den Köpfen einiger Landespolitiker von Schleswig-Holstein herum. Natürlich will keine Partei diese Kröte schlucken!
Die künstlichen Riffs sind eine sehr gute Idee und werden in anderen Ländern (USA) sehr erfolgreich im Meer kostengünstig installiert.
Die künstlichen Riffs sollten dann auch nur als Kinderstube der Fische angesehen werden und nicht als Angel oder Fischereirevier.
Hobbytaucher hätten sicherlich ebenfalls einen grossen gefallen an der Riffgeschichte. Hier befürchte ich aber auch bei freiem Zugang für die Hobbytaucher einen gewissen Schaden an der Natur.
Vielleicht kann man das umgehen indem man nur besonders geführte Tauchgänge dort in bestimmten Zeiten zulässt.
Ich selbst bin kein Taucher, aber es wäre schade wenn man es dem umsichtigen Taucher völlig verbietet, dort seinem Hobby nachzugehen.
Schongebiete werden in nächster Zeit sowieso entstehen, denn die deutsche Politik will der Windenergie auf dem Meer die Tore endlich öffnen. Die Offshore-Windparks werden dann als Speergebiet ausgewiesen und funktionieren dann automatisch als Kinderstube für unsere Nord & Ostseefische. Es soll sogar ganz vage in die Planung eingeflossen sein, Laichgebiete mit Offshore-Windparks zu kombinieren.
Das würde sich auch zu 100% kontrollieren lassen. Es wäre immer Servicepersonal im Windpark, oder zumindest kann man an jedem Turm der Windkraftanlagen Kameras oder Radarsensoren installieren und so den eindringenden Schiffsverkehr kontrollieren und ausreichend bestrafen. Lieber etwas mehr Strafe als zu wenig! Das schreckt dann besser ab!


Sicherheit im Boot:
Jeder kennt die Badeleiter, aussen an den Mietbooten in Norwegen. Ich habe es versucht, ohne fremde Hilfe über diese Badeleiter ins Boot zu gelangen. Keine Chance, da kommt Niemand hoch, versprochen. Ausser bei Dieselbooten mit Innenbord Motoren und genügend Tiefgang. Wenn an solchen Booten eine Leiter am Heck montiert ist, kommt man sogar ohne fremde Hilfe wieder ins Boot zurück. Wenn man bei einem MOB (Mann über Bord) zu 2. im Boot war, kann sich der im Wasser schwimmende eventuell auf die Cavitationsplatte des Aussenborders stellen oder daran festhalten. Dann kann der 2. Mann den Motor elektrisch hochtrimmen und so den Kollegen aus dem kalten Wasser retten. Ob der Trimmmechanismus des Aussenborder danach im Eimer ist, sollte dabei egal sein. Mensch vor Material!
In Bessaker Drift haben Thore und Andre sich etwas wirklich einfaches, kostengünstiges und lebensrettendes einfallen lassen.


Mit diesen Tampen, links und rechts am Boot kam ich spielend alleine zurück an Bord. Es sei noch angemerkt, das ich um die 120 kg Leergewicht bei dem Test hatte. Alleine wäre ich aber auch hier nicht ins Boot gekommen, da ich das Boot sonst zum kentern gebracht hätte. Der 2. Mann muss dann auf der anderen Bootsseite das Gewicht ausbalancieren.
Auf dieser Seite wird es keine Bilder aus Norwegen von Anglern ohne angelegte Schwimmweste im Boot geben. Ich will noch irgendwann meine Rente verprassen und nicht steif und tot im Atlantik treiben.