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Seelachs oder auch Köhler

 

 

Teil1 die Schleppangel oder auch Trollingvariante:

Im Juli 2013 waren wir am Etnefjord in Südnorwegen. Es war ein Familienurlaub mit Freunden und unserem Trollingboot, die Blue-Fin, im Schlepptau. Der Etnefjord ist ein Ableger vom Hardangerfjord und liegt ca. 100 km südlich von Bergen.
Wir hatten uns bei auflaufenden Wasser die innere Bucht vom Etnefjord zum gezielten Trolling auf Seelachs ausgesucht. Das Oberflächenwasser hatte 22°C. Durch denn Lachsfluss Etne, welcher in den Etnefjord fliesst, ging die Wassertemperatur im Mündungsbereich auf 18°C an der Oberfläche runter. Das war scheinbar für die Fische ein Sammelpunkt, zumindest bei Fluthöchststand.
An den Tauchscheiben gab es leider nur Makrelen und Hornhechte. Die Inlineplanerboards brachten das gleiche Ergebnis.
Unsere Downrigger liessen wir dann 25-40 m tief laufen. Die Wassertiefe betrug hier zwischen 35-60 m. Auf unserem Echolot sahen wir kleine Futterfischschwärme und einzelne Sicheln durch das Mittelwasser sausen. Das war dann wohl unser Zielfisch.
Unsere beiden Cannon easi troll Downrigger fahren wir generell mit 4,7 kg Fischbleien.
Als Köder verwendeten wir 6-10 cm lange Wobbler und Jack Rapids am VK 2 Flasher. Die Ködergrösse brachte mit 6-10 cm länge die besten Fangergebnisse. Auch die Köderfarbe war auf blau/weiss mit schwarzen Punkten fixiert. Andere Farben brachten viel schlechtere Fangergebnisse.




Unser Trollingspeed lag bei 1,2-2,4 Knoten SOG, je nach Strömung.
Wir hatten Ende Juli auch reichlichst Feuerquallen in allen Wassertiefen, daher hatten wir immer einen VK 2 Flasher vor den Köder geschaltet. Die Feuerquallen würden einen Blinker, oder Apex sofort verschmutzten und die Laufeigenschaften völlig zum erliegen bringen. Keine Lockwirkung, keine Bisse.



OK, auf dem Bild oben ist mal ein grüner Jack Rapid am Rigger gewesen, der Ging auch ganz gut :-)
Im Grunde genommen ist es sehr einfach auf Seelachs zu Trollen. Das Equipment mal vorausgesetzt. Wenn man die Schwarzrücken erstmal auf dem Echolot gesichtet hat, die Downrigger in die entsprechende Tiefe bringen und dann rappelt es auch recht zügig.


Mit unseren 4,7 Fischbleien am Downrigger ist aber bei 35-40 m Schluss. Wir hatten bei Fluthöchststand auch mal so wenig Strömung, das wir auf 45 m runter kamen.
Mit unserem relativ leichten Trollingzeug machte es einen Riesenspass die Schwarzrücken zu drillen.


Ohne die lästigen Feuerquallen, welche in diesem Sommer besonders zahlreich waren, hätten wir auch erfolgreich mit Blechködern trollen können.