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Der Dorsch ist der am häufigsten von Anglern gefangene Fisch in Norwegen und auch in der Ostsee.

Hier führe ich mein persönliches Lieblingsgerät für das mittlere Dorschangeln in Norwegen auf:
Rute: Aquantic Target Extrem 2,1m 40-180 Gramm
Stationärrolle: Aquantic Acute 6000
Hauptschnur: 0,18er Aquantic Sea Braid


Natürlich kann man auch mit schwererem Gerät auf Dorsche angeln, aber da nimmt jeder Angler was er gerade hat.

Das höchste Gewicht im Jahr erreicht ein Dorsch während der Laichzeit von Januar-April.

Die Dorschbestände in der Ostsee sind nicht so berauschend. Viele Jungdorsche, kaum laichfähig gehen uns dort an den Haken. Besonders beim Brandungsangeln werden viele Jungdorsche verangelt. Vom Kleinboot oder Kutter sieht das schon etwas anders aus. Zumindest, wenn man die Kinderstube der Jungdorsche meidet.
Grössere Dorsche muss man schon an speziellen Stellen ganz gezielt beangeln. Die starken Herbstwinde 2012-2015 hatten uns viel sauerstoffhaltiges Salzwasser aus der Nordsee in unsere Ostsee gedrückt. Das begünstigt den Nachwuchs der Ostseefische enorm. Mal schauen was in den nächsten Jahren mit dem Dorschbestand in der Ostsee passiert ist.




Immer wenn fette Rekorddorsche gefangen wurden, sind es die Monate Januar-April gewesen, also Laichdorsche!

Wir haben auch schon in den Monaten Juni-September Dorsche über 10 kg in der Ostsee gefangen. In Norwegen mit Spitzengewichten bis 17,5 kg.



In der Ostsee ist das Dorschangeln vom Angelkutter leider total eingebrochen.
Die Kapitäne schauen scheinbar nur auf den Dieseltank, jede Tour ist schon zu weit.
Da werden flache Dorschwiesen angefahren und kaum Dorsche über 40 cm kommen ins Boot. Schön dicht am Hafen, dann bleibt noch genug Diesel im Tank für die Seebestattung am Nachmittag.
In Heiligenhafen liegen nur noch ein paar alte Dinosaurier im Hafen und dümpeln daher. Abgesprochene Platzreservierungen mit Stammkunden, sowie die Animation der Crew jeden Babydorsch gefälligst mitzunehmen steht mir bis zum Hals.
Der Preis für eine Tagestour liegt mittlerweile bei 40-50 € pro Person. Das goldene Zeitalter der Hochseekutter von Heiligenhafen ist vorbei.
Bei uns in Travemünde ist nun auch der letzte Angelkutter, die Klaus-Peter II verschwunden und liegt jetzt in Wismar. Nur von Kiel/Laboe fahren noch ein paar wirklich motivierte Kutterbesatzungen zum Dorschangeln auf die Ostsee. Wie es scheint, gibt es in Heiligenhafen doch noch gute Kuttertouren. Ich werde das mal ausloten.

 

2016 werde ich ein paar Kuttertouren von Heiligenhafen unternehmen. Ich werde dann entsprechend unter Fänge 2016 berichten.


Lediglich die Kleinboote in der Lübecker Bucht fangen immer konstant gute Dorsche von 50-90 cm.
Ein gemietetes 5-6 m Kleinboot mit 15 PS 4 Takter kostet auch mal gerade 70-100 € am Tag. Das ganze mit 2-3 Personen + Benzin, da komme ich auf 30 € pro Nase.

In der Ostsee haben sich die Farben knallrot in Kombination mit gold/silber als Allroundfarbe für leichte Pilker von 40-90 g durchgesetzt.
Die Tannenbaumangelei mit 100 g Pilker + 5 Beifänger ist total veraltet.

 

 


Leichtes Zeug ist hier angesagt, ohne das ganze Lametta. Wir fischen auch sehr gerne mit Gummifischen und leichten Bleiköpfen von 10-90 g. UV aktive Farben werden mittlerweile sehr häufig von den “guten” Pilkerherstellern verwendet, sind in der Ostsee aber nicht unbedingt Bissfördernd.

In der Ostsee kommt bei mir maximal ein Twister oder Fliegen Beifänger zum Einsatz. Sonst wird das Ganze zu plump und es macht keinen Spaß mehr.




Auf dem Bild oben sieht man schön den Unterschied zwischen Tangdorschen und normal gezeichneten Dorschen. Es ist ein und dieselbe Fischart. Nur der rotgefärbte Dorsch hatte die meiste Zeit seines Lebens in Tangfeldern verbracht. Der Dorsch hat die Farbe seiner Umgebung angenommen. Nicht die Planzen haben dem Dorsch die Farbe gegeben. Auf dem unteren Bild hält Frank ebenfalls einen sehr schönen Tangdorsch in die Kamera. Auch am Nordkap gibt es nicht nur grosse, sondern auch bildhübsche Fische.

 

 

 

Über das Dorschangeln in Norwegen muss man eigentlich nichts grossartiges Schreiben. Bergmann Pilker und einen roten Beifängermakk, fertig ist die Dorschmontage.
Natürlich kann man aus dieser, total simpel zu beangelnden Fischart eine Wissenschaft machen.
Hochkomplizierte Dorschfliegen und Schni-Schna-Schnappi Dorschbomben-Gummifisch-Tüddelütt werden da plötzlich zur Geheimwaffe in Berichten und Katalogen erklärt.
In Norwegen benutzen die Einheimischen Angler und Fischer fast ausschliesslich 200-600 g Bergmann Pilker in silber/chrom und Makks in allen Farben, der Favorit ist hier natürlich rot.

 

In Norwegen entscheidet der Angler, mit welchem Köder er den Dorsch fangen möchte.

Ich pilke gerne mal aktiv in einer sandigen Rinne von 40-80 Meter Tiefe. Zwischen 2 Plateaus driftend ist das sehr spannend.

Mit dem Gummifisch wird die Köderführung etwas ruhiger und man hat einen direkten "Draht" zum Fisch. Das macht für mich die Gummifisch Angelei so interessant. Das eher sanfte, kontrollierte führen des Gummiköder und dann.................BÄM, der brutale Anbiss.