Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

 

Fische ohne Ruhm und Ehre? Filets am Rande? Peinlicher Beifang? Blödsinn!
Hier steht etwas über Fische, welche uns in Norwegen nicht jeden Tag ins Boot springen. Oder, von anderen Anglern unerwähnt bleiben. Hier steht auch nichts über Heilbutt, versprochen!


Dieser 2,5 kg Seeteufel ging Willi 2009 in Bessaker Drift, in 18-20 m Wassertiefe an den Pilker.
Es gibt Seegebiete in Norwegen, in denen kommen die schmackhaften Seeteufel häufiger vor. Die ortsansässigen Fischer stellen den Seeteufeln dort mit Netzen gezielt nach. Für uns Angler ist ein Seeteufel ein ganz besonderer Beifang.
Seeteufel filetieren: Das Schwanzstück des Seeteufel geht bis knapp hinter den Kopfansatz. Es ist das einzige feste Fleisch am Seeteufel. Nachdem das Stück vom Fisch gelöst ist, kommt der eigentliche Spass. 6 Häute müssen vom Filetstrang abgezogen werden. Immer eine Haut nach der anderen abziehen. Am Ende schneidet man das Filet der Länge nach durch.
Zubereitung: Nicht braten. Das Filet nimmt sonst eine gummiartige Konsistenz an und schmeckt wie eingeschlafene Füsse. Einfach nur zart dünsten.


In Bessaker Drift wurde 2009 ein Seeteufel über 28 kg von einem Angler gefangen. Das ist dann schon eine Hausnummer.


Goldlachs Doublette aus 200 m Wassertiefe beim Rotbarsch Angeln gefangen. Der Goldlachs sieht wie ein Hering mit grossen Augen aus, hat aber am Rücken eine Fettflosse, daher Goldlachs. Der Goldlachs hat ein ganz zartes, sehr weiches Fleisch. Gebraten hatten mir diese beiden Exemplare sehr gut geschmeckt. Das Filet werde ich beim nächsten mal über nacht in den Kühlschrank legen. Dann wird das Fleisch fester und ist besser zu braten.




Schellfisch, der Stinker unter den leckeren Meeresfischen. Wer schon mal einen Schellfisch in der Kiste hatte, weiss wie die Dinger stinken. Das schneeweisse, zarte Filet ist aber vom Geschmack eine ganz grosse Nummer. Das Filet stinkt auch nicht, zum Glück. Schellfische hängen sich irgendwie immer wieder an den Pilker, GuFi oder Makk. Wenn ich einen typischen Beifang Fisch nennen müsste, wäre es der Schellfisch.
Am Nordkap waren die Schellis schon fast eine leckere Plage. An einigen Tagen war es unmöglich an den Schellis vorbei zu pilken, egal wo wir mit dem Boot hingeflüchtet sind.